Auszug aus historischen Unterlagen

Der Ort Linda wurde erstmalig im November 1307 genannt. Eine alte Pergamenturkunde aus dem Jahre 1307 besagt, dass Heinrich 2. Reuß von Plauen dem Kloster Cronschwitz bei Weida unter anderem einen Zins von einem Pfund Pfennig in Braunswalde (dem heutigen Braunichswalde ) zum Geschenk macht.

Diesem Zins aber, bis zu seinem Tode der "Plebanus de Lindowe", der Pfarrer von Linda bezieht.

Ferner als Beweismittel dürfte die Ortskirche mit ihrem mächtigen Schiff dienen, die zum Teil noch romanische Reste enthält. Im Jahre 1883 hing auf dem Kirchturm, als mittlere bezeichnet, eine aus dem Jahre 1479 gegossene Bronzeglocke.

Die Zeit der Gründung des Ortes, der in alten Urkunden Liennda, Lindau, Lindow oder Lindowe geschrieben wird, lässt sich nicht ermitteln, fällt aber wohl in das graue Altertum. Den Namen Linda will man von den Linden ableiten, die ehemals häufig in dieser Flur verbreitet gewesen seien sollen. Andere halten den selben für slawisch und leiten ihn von böhmischen Lina, Silberespe, ab

Das Dorf Linda liegt 1,5 Stunden südlich von Ronneburg, wird von den Fluren der Dörfer Reust, Rückersdorf, Braunichswalde, Gauern, Pohlen (reussisch), Rußdorf (weimarisch) und denen der Stadt Ronneburg begrenzt.

In einem Thale, welches sich von Osten nach Westen ausdehnt, wird es von einem Bache, welcher am Anfang des Dorfes nach Osten zu, am Rückersdorfer Weg sich bildet, sich oberhalb Endschütz mit einem größeren Bache vereinigt und mit diesem in die Elster fällt, in fast zwei gleiche Hälften geteilt, welche Bewohner mit dem Namen "Sommer- und Winterseite" bezeichnen.

Folgende Flurnamen kommen hier vor:

  • das Eulenthal, südöstlich vom Dorfe an der Braunichswalder Grenze
  • der Buhler, südöstlich an der Gauerschen Grenze, beide Feld, Holz und Wiese
  • die Aue, westlich nach dem reußischen Pohlen zu, Wiese und Holz
  • die Kriegswiesen, der Schwarze Acker, nordwestlich nach dem weimarschen Rußdorf hin
  • das Erlicht, nördlich, jetzt meist Nadelholz, ein Teil desselben das Kastenholz der Kirche, östlich Wald und Feld
  • der Schreier, östlich Wald und Feld

Zu dem Dorfe gehören Kirche, Pfarre und Schule, 4 ganze Pferdefrohngüter, 14 halbe Pferdefrohngüter, 18 Handfrohngüter und 31 Häuslerwohnungen, dann ein Armen- und Hirtenhaus.